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Wohnformen in der Übersicht

Welche Wohnformen gibt es heute? Was sind die Unterschiede? Welche Form wird den individuellen Anforderungen gerecht? Welche ist die richtige für Sie! 

Angepasste Wohnungen (barrierearme Altenwohnungen)

Der Name ist bereits Programm: Bestehende Wohnungen sollen an die Bedürfnisse älterer oder behinderter Menschen angepasst werden. Hier dienen die Standards der Barrierefreiheit als Orientierung. Ziel ist es, die vertraute Wohnung des älteren Menschen so anzupassen, dass möglichst keine Barrieren oder sonstige Gefahrenquellen deren Nutzung einschränken. Durch eine angepasste Wohnung kann häufig eine selbstständige Lebensführung im Alter erhalten bleiben.

Nähere Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:

Wohnberatung Kreis Unna

Betreutes Wohnen zu Hause

Betreutes Wohnen muss nicht mit einem Umzug verbunden sein, sondern kann auch in der gewohnten Umgebung stattfinden. Im Regelfall wird dazu ein Betreuungsvertrag mit einem Dienstleister geschlossen. Viele ambulante Dienste, Sozialstationen oder Betreuungsvereine bieten entsprechende Angebote, die meist neben allgemeinen Informations- und Beratungsleistungen auch regelmäßige Hausbesuche umfassen. Für dieses Wohnkonzept werden auch Begriffe wie Wohnen plus oder Betreutes Wohnen im Bestand verwendet.

Andressen der ambulanten Dienstleister in Unna

Wohnen mit Service

Beim Betreuten Wohnen werden in unterschiedlicher Form altersgerechte Wohnangebote und Betreuungsleistungen miteinander gekoppelt. Im Idealfall mietet ein Bewohner eine barrierefreie und altengerechte Wohnung. Darüber hinaus muss ein Paket von Grundleistungen des Betreuungsservices abgenommen werden, für die monatlich eine Betreuungspauschale zu entrichten ist. Die Grundbetreuung umfasst im Regelfall Beratungs- und Informationsleistungen sowie die Notrufsicherung. Weitere Wahlleistungen wie Mahlzeiten, Reinigungs- und Pflegeleistungen können dazu gebucht werden. Über die Wohn- und Betreuungsleistungen wird ein Vertrag abgeschlossen.

Wohnen mit Service

Altenpflegeheim/Seniorenresidenz

Das Altenpflegeheim ist darauf ausgerichtet, alten Menschen, die keinen Haushalt führen wollen oder können, Wohnraum, Verpflegung und Betreuung zu gewähren. Für vorübergehend oder dauernd pflegebedürftige alte Menschen werden die erforderlichen hauswirtschaftlichen und pflegerischen Hilfen möglichst in dem jeweiligen Wohnraum oder in der Pflegeabteilung des Altenheims gewährt.

Bei der Seniorenresidenz verfügen die Bewohner über eine eigene abgeschlossene Wohnung innerhalb einer Wohnanlage. Anders als beim Betreuten Wohnen sind die Bewohner zur Abnahme von Betreuungsleistungen und weiteren Dienstleistungen, etwa Versorgungs- und Reinigungsleistungen, verpflichtet. Vertragsgestaltung sowie Betreuung und Pflege sind geregelt wie in einem Alten- und Pflegeheim und unterliegen dem Heimgesetz. Wohnstifte bieten darüber hinaus oft eine Vielzahl von weiteren Leistungen, die jedoch extra bezahlt werden müssen. Sie kommen daher häufig nur für Menschen mit gehobenen Ansprüchen in Frage.

Altenpflegeheime/Seniorenresidenz in Unna

Mehrgenerationen Wohnen/Integrierte Wohnprojekte/
Selbstorganisierte Wohn- und Hausgemeinschaften

In der Wohnform kommen entweder nur ältere oder ältere und junge Menschen zusammen, um gemeinsam in einer Wohnung oder in einem Haus zu wohnen um Ziel ist es damit die Vereinsamungstendenzen zu mildern. Jeder Bewohner hat einen eigenen Wohnbereich, entweder ein Zimmer(Wohngemeinschaft) oder eine abgeschlossene Wohnung (Hausgemeinschaft). Zudem gibt es einige Räume, die von den Bewohnern gemeinschaftlich genutzt werden. Auffällig ist, dass diese Wohnprojekte oft von privaten Personen in Eigenregie gegründet und geführt werden. Die Bewohner organisieren das Gemeinschaftsleben in der Regel selbst. Bei Bedarf werden ambulante Dienste wie im "normalen" Wohnen in Anspruch genommen. Bekannt ist diese Wohnform auch unter Begriffen wie gemeinschaftliches Wohnen oder gemeinschaftliche Wohnprojekte.
Mehrgenerationen Wohnen in Unna

Ambulante betreute Wohngemeinschaften

Betreute Wohngemeinschaften umfassen meist eine kleine Gruppe hilfsbedürftiger Menschen, die zusammen in einer Wohnung oder in einem Haus leben. Jeder Bewohner hat einen eigenen Wohn- und Schlafbereich, daneben bestehen Gemeinschaftsräume. Die Betreuung wird stundenweise oder rund um die Uhr durch
Betreuungspersonal sichergestellt, dass je nach Bedarf die Haushaltsführung und die Organisation des Gruppenlebens unterstützt oder übernimmt. Weitere individuelle Hilfe- und Pflegeleistungen werden durch ambulante Dienste erbracht. Diese wohngruppenorientierte Betreuungsform wird in der Regel im Rahmen der
ambulanten Versorgung praktiziert: Sie unterliegt nicht dem Heimrecht. Für diese Wohnform werden auch Begriffe wie Pflegewohngruppen, Pflegewohnungen oder begleitete Wohngruppen verwendet.

ambulant betreute Wohngemeinschaften

Stationär betreute Wohngruppen und Wohngemeinschaften

Auch hierbei handelt es sich um eine wohngruppenorientierte Betreuungsform. Sie wurde vor allem als Alternative zum traditionellen Pflegeheim entwickelt und wird mehrheitlich im Rahmen der stationären Versorgung praktiziert. In diesem Fall unterliegt sie dem Heimrecht. Zur Sicherstellung der Nachtbetreuung
werden häufig mehrere solcher kleinen Hausgemeinschaften auf einem Grundstück angeordnet. Meistens handelt es sich um Neubauten. Wie bei der betreuten Wohngemeinschaft steht der Wohnalltag in einem Gemeinschaftsraum mit Küche im Mittelpunkt, unterstützt von einer hauswirtschaftlichen Präsenzkraft. Pflegekräfte werden nach Bedarf zusätzlich eingesetzt.

stationär betreute Wohngruppen und Wohngemeinschaften in Unna

Kurzzeitpflege

Kann ein pflegebedürftiger Mensch vorübergehend nicht zu Hause betreut werden, gibt es die Möglichkeit der Kurzzeitpflege, um stationär versorgt zu werden. Mit Hilfe der Kurzzeitpflege lassen sich Notsituationen gut überbrücken, beispielsweise wenn die Pflegeperson durch Krankheit oder Urlaub ausfällt oder wenn sich der Gesundheitszustand der zu pflegenden Person kurzfristig verschlechtert. Kurzzeitpflege kann aber auch genutzt werden, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt die Wohnung auf die neue Pflegesituation vorbereitet werden muss. Für Menschen mit Pflegebedarf kann die Kurzzeitpflege eine wichtige Weichenstellungsfunktion haben. Hier entscheidet sich häufig, ob nach der Kurzzeitpflege ein Verbleiben in der eigenen Häuslichkeit möglich ist oder ob eine dauerhafte Versorgung im Pflegeheim notwendig wird.

Kurzzeitpflegeeinrichtungen in Unna

Tagespflege

Tagespflege ist ein teilstationäres Betreuungsangebot. Das bedeutet, dass alte, kranke oder pflegebedürftige Menschen tagsüber, nicht nachts, in einer Einrichtung gepflegt, versorgt und betreut werden. Dies kann wahlweise - je nach Bedarf - an einem, mehreren oder allen Wochentagen geschehen.
Voraussetzung für die Tagespflege ist, dass Betreuung und Versorgung in der übrigen Zeit, also abends, nachts und morgens und gegebenenfalls am Wochenende zu Hause sichergestellt ist.
Die Tagespflege ist ein Bindeglied zwischen der häuslichen Versorgung durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste und einem stationären Aufenthalt in einem Pflegeheim. Häufig wird die Versorgung des Pflegebedürftigen durch einen ambulanten Pflegedienst morgens und abends ergänzt.
Die Tagespflege kann wirksam dazu beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können, ohne auf eine angemessene Betreuung und Pflege verzichten zu müssen.


Tagespflegeeinrichtungen in Unna

Stichwörter:
Pflegeheime, Heime, Altenheim, Wohnen mit Service, ambulante betreutes Wohnen, Servichewohnen, stationär betreutes Wohnen, Pflegeplätze, Pflegeplatz, Unterbringung
Lebenslagen:
Senioren

11.02.2012

Kreisstadt Unna

Silke Horstmann-Wettklo

Wohnen, Soziales und Senioren
Kommunale Wohnungsmarktbeobachtung, Stadtteilprojekt

Zimmer 138 (1. OG)
Telefon: 02303/103 530
Fax: 02303/103 600
E-Mail

Rathausplatz 1
59423 Unna

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag

08:30 - 12:00 Uhr